Der Weg von internen Modellnotizen hin zu einer eigenständigen Plattform zeigt, wie stark der Bedarf nach unabhängiger Einordnung von Katastrophenrisiken in institutionellen Portfolios gewachsen ist.
Frühe Diskussionen über Katastrophenrisiken
2016

Ursprung in Rückversicherung und Risikomanagement

Aus der täglichen Arbeit in Erst- und Rückversicherung entstand der Eindruck, dass Katastrophenrisiken in vielen Gesprächen auf wenige Schlagworte reduziert wurden. Während intern detaillierte Modelle und Szenarien diskutiert wurden, blieben viele institutionelle Anleger auf der Außenseite dieser Debatten. In dieser Phase reifte die Idee, einen Ort zu schaffen, an dem Modelle, Marktlogik und Portfolioperspektive zusammengeführt werden, ohne an konkrete Produkte gebunden zu sein.

Strukturierte Fachrunden mit Praktikern
2019

Strukturierte Analysen für institutionelle Anleger

Mit zunehmender Marktbedeutung von Insurance Linked Securities wuchs der Bedarf an unabhängiger Einordnung. Die Gründerin und erste Mitstreiter begannen, interne Analysen und Szenariostudien systematisch zu strukturieren, um sie institutionellen Anlegern zugänglich zu machen. In Workshops und Fachrunden zeigte sich, dass insbesondere die Verbindung von Modellwelt, Vertragsdetails und Governance-Fragen eine Lücke schließt, die klassische Produktpräsentationen nicht adressieren.

Start der Plattform Pashuvento
2022

Start von Pashuvento als unabhängige Plattform

Pashuvento entstand als eigenständige Plattform, auf der die bisher verstreuten Analysen zu Katastrophenrisiken, Marktzyklen und Governance-Fragen gebündelt wurden. Der Anspruch war von Beginn an, keine Produkte zu vertreiben, sondern einen nüchternen Rahmen für die Einordnung von Katastrophenrisiken und Insurance Linked Securities in diversifizierte Portfolios zu bieten, der sich eng an den Fragestellungen erfahrener Praktiker orientiert.

Heutiger Austausch mit Institutionen
2026

Weiterentwicklung mit Fokus auf institutionelle Praxis

Mit wachsender Resonanz aus Pensionskassen, Versicherungen und anderen institutionellen Häusern wurden die Analysen kontinuierlich weiterentwickelt und um aktuelle Markterfahrungen ergänzt. Heute bildet Pashuvento einen Ort, an dem Erfahrungswissen, Modellergebnisse und Governance-Perspektiven zusammenfließen, um Katastrophenrisiken und Insurance Linked Securities verantwortungsvoll in die Diskussion um diversifizierte Portfolios einzubetten.

Menschen hinter den Analysen zu Katastrophenrisiken

  1. 01 Gründerin und inhaltliche Leitung
    Dr. Lena Hartmann, Leitung Katastrophenrisiko-Analyse

    Dr. Lena Hartmann, Leitung Katastrophenrisiko-Analyse

    Nach vielen Jahren in der Erstversicherung und im Rückversicherungsbereich verantwortet sie heute die inhaltliche Ausrichtung von Pashuvento. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Katastrophenmodellen, Vertragsstrukturen und den Anforderungen institutioneller Anleger, insbesondere Pensionskassen, Versicherern und Versorgungswerken, die Katastrophenrisiken in einen bestehenden Rahmen integrieren möchten.
  2. 02

    Experte Kapitalmarktanbindung

    Michael Berger, Spezialist für ILS und Märkte

    Michael Berger, Spezialist für ILS und Märkte

    Er bringt langjährige Erfahrung aus dem Handel mit Insurance Linked Securities und strukturierten Rückversicherungsinstrumenten mit. Bei Pashuvento übersetzt er Marktpraktiken, Preisbildungsmechanismen und Liquiditätsdynamiken in nachvollziehbare Analysen, die institutionellen Anlegern helfen, Marktsignale und Vertragsdetails im Kontext der eigenen Governance zu interpretieren.
  3. 03 Leitung quantitative Analyse
    Dr. Aylin Yılmaz, Modellierung und Szenarien

    Dr. Aylin Yılmaz, Modellierung und Szenarien

    Mit einem Hintergrund in quantitativer Risikomodellierung und Statistik verantwortet sie bei Pashuvento die Aufbereitung von Modellergebnissen und Szenarioanalysen. Ihr Fokus liegt darauf, komplexe Modellwelten in klare Kennzahlen, Grafiken und Fragestellungen zu überführen, die für Anlageausschüsse und Risikokomitees anschlussfähig sind.
  4. 04
    Spezialist Aufsicht und Governance
    Stefan Krüger, Governance und Regulierung

    Stefan Krüger, Governance und Regulierung

    Er verbindet Erfahrung im regulatorischen Umfeld mit praktischer Arbeit in Risikomanagementfunktionen großer Häuser. Bei Pashuvento sorgt er dafür, dass Diskussionen über Katastrophenrisiken immer auch die Perspektive von Aufsicht, Governance und internen Richtlinien berücksichtigen, sodass institutionelle Anleger die Einbettung in bestehende Prozesse klar vor Augen haben.

Wie Pashuvento über Katastrophenrisiken und Insurance Linked Securities nachdenkt

Institutionelle Anleger, die Katastrophenrisiken ernst nehmen, brauchen mehr als Marketingfolien; sie benötigen einen Rahmen, der Unsicherheit sichtbar macht und Widersprüche aushält.
01

Evidenz statt Erzählung: Daten, Modelle und Marktverhalten verbinden

Im Mittelpunkt steht ein evidenzbasierter Ansatz, der Katastrophenmodelle, historische Ereignisse und Marktdaten systematisch zusammenführt, ohne einzelne Datenquellen zu überhöhen. Statt vordergründige Renditeversprechen zu kommentieren, werden Verlustpfade, Unsicherheitsbänder und Liquiditätsaspekte in den Vordergrund gestellt, damit institutionelle Anleger Chancen und Belastungen dieser Anlageklasse nüchtern in ihre Gesamtplanung einordnen können.

02

Szenarien denken, bevor Extremereignisse eintreten

Katastrophenrisiken entfalten ihre Wirkung vor allem in Ausnahmesituationen, weshalb ein szenariobasierter Blick unverzichtbar ist. Die Inhalte orientieren sich an konkreten, durchdachten Extremszenarien, in denen sich Schadenschätzungen, Vertragsdetails und Marktreaktionen überlagern, sodass klarer wird, wie sich einzelne Positionen innerhalb eines diversifizierten Portfolios in Stressphasen verhalten könnten.
03

Risikofokus vor Renditeversprechen und Schlagworten

Der Fokus liegt bewusst auf der Risikoperspektive, nicht auf der Jagd nach Ertrag. Jede Darstellung von Insurance Linked Securities wird mit Fragen nach Verlustpotenzial, Korrelation, Liquidität und Komplexität verknüpft. So entsteht ein Bild, in dem Katastrophenrisiken als Baustein verstanden werden, der nur im Zusammenspiel mit bestehenden Engagements sinnvoll bewertet werden kann.

04

Unabhängigkeit von Vertriebsinteressen und Produktlogik

Die Inhalte sind strikt von Produktvertrieb, Mandaten oder Erfolgsbeteiligungen getrennt, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Diese Unabhängigkeit erlaubt eine kritische Betrachtung von Strukturen, Gebühren und Marktpraktiken und schafft Raum für eine offene Diskussion darüber, wann Katastrophenrisiken zur institutionellen Zielsetzung passen und wann Zurückhaltung die robustere Entscheidung darstellt.

05

Ethische Verantwortung und langfristige Perspektive betonen

Katastrophenereignisse betreffen immer Menschen, Regionen und Infrastrukturen, weshalb jede Analyse auch eine ethische Dimension hat. Die Inhalte betonen einen respektvollen Umgang mit Daten, eine sensible Sprache und eine langfristige Perspektive auf Kapitalallokation, bei der Stabilität, Transparenz und Resilienz wichtiger sind als kurzfristige Bewegungen in einzelnen Marktphasen.

Werte im Umgang mit Katastrophenrisiken und Kapital

Auftrag von Pashuvento

Pashuvento verfolgt das Ziel, institutionellen Anlegern einen nüchternen, unabhängigen Rahmen zu bieten, in dem Katastrophenrisiken und Insurance Linked Securities anhand von Daten, Szenarien und Governance-Fragen eingeordnet werden können. Im Mittelpunkt steht nicht die Vermarktung einzelner Produkte, sondern das Verständnis dafür, welche Rolle diese Anlageklasse in einem diversifizierten, langfristig ausgerichteten Portfolio verantwortungsvoll spielen kann.

Blick nach vorn

Die Vision von Pashuvento ist eine institutionelle Landschaft, in der Katastrophenrisiken und Insurance Linked Securities weder als undurchschaubare Nische noch als vermeintliche Wundermittel gelten, sondern als klar verstandene Bausteine innerhalb langfristiger Kapitalallokation. Dazu soll ein Ort geschaffen werden, an dem Praktiker offen über Unsicherheit, Spannbreiten und Grenzen von Modellen sprechen können, ohne durch Vertriebsinteressen eingeschränkt zu sein.

Transparenz über Annahmen schaffen

Transparenz bedeutet hier, Modellannahmen, Datenquellen, Vertragsstrukturen und potenzielle Interessenkonflikte offen anzusprechen. Statt scheinbar einfache Antworten zu liefern, werden Unsicherheiten, Spannbreiten und offene Fragen sichtbar gemacht, damit institutionelle Entscheider eine realistische Grundlage für ihre internen Diskussionen und Beschlüsse erhalten.

Ethische Sensibilität im Fokus

Katastrophenereignisse betreffen Menschen, Infrastruktur und ganze Regionen, weshalb jede Analyse auch eine ethische Dimension hat. Pashuvento achtet auf eine respektvolle Sprache, sensible Darstellung von Schadenereignissen und eine langfristige Perspektive auf Kapitalallokation, in der Stabilität, Resilienz und Verlässlichkeit wichtiger sind als kurzfristige Marktbewegungen.

Realistischer Blick auf Unsicherheit

Marktphasen mit knappen Spreads und hoher Nachfrage verleiten schnell zu vereinfachenden Erzählungen. Pashuvento setzt bewusst auf Realismus und betont die Grenzen von Modellen, die Bedeutung von Liquidität und die Möglichkeit unerwarteter Verlustereignisse, damit Katastrophenrisiken nicht als isolierte Chance, sondern als Teil eines komplexen Gesamtrisikos verstanden werden.

Langfristige Verantwortung ernst nehmen

Langfristige Verantwortung für Kapital bedeutet, über einzelne Marktzyklen hinauszudenken und Katastrophenrisiken in ihrer Wechselwirkung mit regulatorischen Anforderungen, organisatorischen Ressourcen und bestehenden Engagements zu betrachten. Pashuvento fördert daher eine Perspektive, in der die Rolle dieser Anlageklasse regelmäßig überprüft und an neue Erkenntnisse angepasst wird.

Kontext der Gesamtallokation beachten

Institutionelle Portfolios sind vielfältig, und Katastrophenrisiken fügen sich nur dann sinnvoll ein, wenn sie im Kontext bestehender Engagements betrachtet werden. Pashuvento legt Wert auf eine integrative Sichtweise, die Wechselwirkungen mit anderen Risikotreibern, Diversifikationseffekte und organisatorische Grenzen berücksichtigt, statt isolierte Einzelentscheidungen zu diskutieren.

Was erfahrene Praktiker über Katastrophenrisiken sagen

Institutionelle Entscheider, die sich mit Katastrophenrisiken und Insurance Linked Securities beschäftigen, berichten immer wieder von demselben Wendepunkt: Erst wenn Verluste, Liquidität und Komplexität offen auf dem Tisch liegen, wird aus einem abstrakten Nischenthema ein ernst zu nehmender Baustein der Gesamtplanung.

Die Auseinandersetzung mit Katastrophenrisiken über Pashuvento hat unser internes Gespräch deutlich verändert, weil plötzlich nicht mehr nur über Renditeaufschläge gesprochen wurde, sondern über Modellrisiko, Datenqualität und die Frage, wie viel Komplexität ein Portfolio organisatorisch überhaupt verkraften kann.
Risikomanager Versicherungsgruppe
Die strukturierte, szenariobasierte Darstellung von Katastrophenrisiken auf Pashuvento bietet einen seltenen Blick hinter die Kulissen der gängigen Marktlogik und eignet sich hervorragend, um bestehende Annahmen zu hinterfragen und die Rolle von Insurance Linked Securities im Gesamtbild neu zu bewerten.
    Lehrstuhlinhaberin Risikomanagement
Durch die unabhängige Perspektive von Pashuvento wurden interne Diskussionen zu Katastrophenrisiken deutlich konstruktiver, weil Argumente nicht mehr an Produktinteressen gekoppelt waren, sondern an nachvollziehbare Analysen von Verlustpotenzialen und Liquiditätssituationen in Stressphasen.

    Leiter Kapitalanlage Pensionskasse

Besonders wertvoll ist der klare Fokus auf Unsicherheit und Spannbreiten statt scheinbar exakter Punktprognosen, denn genau diese Offenheit hilft dabei, Katastrophenrisiken verantwortungsvoll in unsere bestehende Allokationslogik einzubetten, ohne falsche Sicherheit zu suggerieren.

Spezialistin Alternativen Anlagen